Deutsche Industrie mit TOP-Unternehmen weltweit

Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. vertritt die wirtschaftlichen, technischen und politischen Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung, den Organisationen der Marktpartner und der Öffentlichkeit. Dem BDH gehören 102 Industrieunternehmen und 2 assoziierte Verbände an. Die im BDH organisierten Hersteller erwirtschafteten 2011 weltweit einen Umsatz von über 12,5 Milliarden Euro mit ca. 63.000 Mitarbeitern. Dies entspricht einem Marktanteil der deutschen Industrie auf dem europäischen Markt von 60 Prozent.

Die im BDH organisierten Unternehmen stellen Systeme der Versorgungstechnik mit dem Schwerpunkt Heizungstechnik her. Zur Produktpalette gehören Heizkessel mit Leistungen von 4 Kilowatt bis 35 Megawatt, Brenner, Komponenten der Feuerungstechnik, Heizkörper, Flächenheizungen, Flächenkühlungen, Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien, Controls und Abgassysteme. Die Mitgliedsfirmen des BDH bieten komplette Systemlösungen für den Gebäudebereich an mit Schwerpunkt auf Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeübergabe sowie Warmwasserbereitung auf Basis von Gas, Öl, Strom und erneuerbaren Energien.

Zu den Mitgliedern des BDH gehören in erster Linie mittelständische Unternehmen, aber auch internationale Marktführer mit Umsätzen von bis zu 3 Milliarden Euro. Die Systeme und Produkte der im BDH organisierten Unternehmen nehmen weltweit eine technologische Spitzenstellung hinsichtlich ihrer Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit ein.

Der BDH im Überblick

Schlüsselindustrie für CO2-Minderung und Energieeinsparung

Über 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und ca. 21 Prozent der CO2-Emissionen sind dem Gebäudebestand zuzurechnen. Alleine auf die Beheizung von Gebäuden und die Warmwasserbereitung entfällt ca. ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs. Die CO2-Minderungs- und Energieeinsparpotenziale werden von der Politik und der Wissenschaft mit bis zu 80 Billionen Tonnen beziffert. Dies entspricht etwa 15 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs. Vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen für die europäische und nationale Energie- und Umweltpolitik gewinnt die Erschließung dieser hohen, brachliegenden Potenziale an Bedeutung.

Endenergieverbrauch nach Sektoren innerhalb der EU

Der BDH verfolgt die Doppelstrategie „Effizienz und erneuerbare Energien“. Durch Austausch veralteter Heizkessel und die Installation moderner primärer Wärmeerzeuger wie Brennwerttechnik, Wärmepumpen und Biomassekessel in Kombination mit Solarthermie können alleine über die anlagentechnische Erneuerung bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Zur Hebung dieser hohen Potenziale trägt neben der Verwendung moderner Systemtechnik maßgeblich die sachgerechte und optimale Installation unter Berücksichti¬gung der Wärmeverteilung und Wärmeübergabe bei. Über Effizienzsteigerungen wird der Bedarf an fossilen Energieträgern für die Beheizung und Warmwasserbereitung gesenkt. Zugleich ersetzen erneuerbare Energien knapper werdende fossile Energieträger wie Erdgas und Heizöl.

Win-win-Situation durch beschleunigte Modernisierung bis 2020

Energiekonzept der Bundesregierung

Im Herbst 2010 beschloss das Bundeskabinett das Energiekonzept, das sich auf dreieinhalb Seiten dem größten Energieverbrauchsbereich Deutschlands widmet: dem Gebäudesektor und Wärmemarkt. Einer korrekten Analyse der Potenziale und Beschreibung des Modernisierungsstaus folgen die Forderungen, soweit möglich auf gesetzliche Vorschriften zur Beschleunigung der energetischen Modernisierung zu verzichten und stattdessen auf eine attraktive Politik der Anreize für Investoren zu setzen. Im Grundsatz teilt der BDH diese Analyse und Einschätzung, fordert aber zugleich konkrete Maßnahmen und Anreize für private und öffentliche Investoren. Hierzu steht der BDH in einem ständigen Dialog mit der Bundesregierung, den relevanten Bundesministerien und den Abgeordneten des deutschen Bundestages aller Parteien.

BDH-Schwerpunkt: Europa und internationale Märkte

60 Prozent des heizungsindustriellen Umsatzes Europas entfallen auf die Mitgliedsunternehmen des BDH. Bezogen auf den höchsten marktfähigen Stand der Technik, der Brennwerttechnik, den Wärmepumpen und modernen Holzfeuerungen in Kombination mit oder ohne Solaranlagen, liegt der Anteil der deutschen Hersteller sogar bei annähernd 90 Prozent. Damit nehmen die BDH-Mitglieder weltweit eine klare Spitzenstellung als Hightech-Anbieter im Bereich Heizung ein.

Die BDH-Vision im technologischen Bereich lautet, den von den Mitgliedsunternehmen angebotenen Stand der Technik weltweit durchzusetzen. Dabei bestätigt die überproportional wachsende Nachfrage z. B. in der Russischen Föderation, China und in den USA die Annahme, dass sich die hohe Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien im Wärmemarkt tatsächlich auf globaler Ebene durchsetzen werden. Damit entstehen besonders für die deutschen Hersteller langfristig positive Rahmenbedingungen für den Export und Direktinvestitionen in Asien und Nordamerika.

Zur Flankierung der internationalen Aktivitäten der deutschen Industrie forciert der BDH die Internationalisierung technischer Normen und Standards. Darüber hinaus bietet der BDH eine Geländerfunktion zur Erschließung und Erweiterung neuer Märkte über das internationale Messewesen. Als Instrument hierfür dienen unter anderem vom BDH beantragte und fachlich begleitete Bundesbeteiligungen auf Leitmessen dieser Märkte. Hinzu kommen Kongresse, Symposien und Marktstudien.

Seit 2010 gehört der BDH der Trägerschaft der ISH in Frankfurt an, der internationalen Leitmesse für unsere Industrie, die der BDH im engen Dialog mit der Messe Frankfurt und über die Beteiligung an ausländischen Marketingaktivitäten zugunsten der ISH unterstützt. Anlässlich der ISH 2011 führt der BDH u. a. gemeinsam mit der Messe Frankfurt das 4. „Energie and Technology Panel, Efficiency and Renewable Energies“ durch. Diese unternehmensneutrale Sonderschau zeigt auf 450 Quadratmetern Heizungs-Hightech made in Germany. Der Fokus liegt dabei auf Systemen, die Effizienz und erneuerbare Energien verbinden. Die Sonderschau ist schwerpunktmäßig auf ausländische Besucher ausgerichtet.

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