Komfort ohne Einschränkungen
Lüftungssysteme sind Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung, die mit einer mehrstufigen Steuerung ausgestattet sind und Wohnräume mit frischer Außenluft versorgen. Lüftungssysteme erfüllen mehrere Funktionen in einem: Sie stellen einen hygienisch notwendigen Luftwechsel sicher, indem sie Frischluft gegen Abluft mit störenden Gerüchen und Ausdünstungen tauschen. Damit werden in der Sanierung und im Neubau die Lüftungswärmeverluste reduziert. Lüftungssysteme reduzieren den Feuchtigkeitsanteil sowie den CO2- und den VOC-Gehalt in der Luft. Flüchtige organische Verbindungen, abgekürzt VOC, sind chemische Stoffe, die beispielsweise von Baustoffen, Klebern und Lacken freigesetzt werden, aber auch in Tabakrauch und Autoabgasen vorkommen und die Innenraumluft belasten. Durch den Einsatz von Lüftungssystemen wird die Luftqualität erhöht und die Raumluftfeuchte reduziert. Hierdurch wird Schimmelpilz vermieden und die Bausubstanz des Gebäudes geschützt. Darüber hinaus bieten sie einen effektiven Schutz gegen störende
Geräusche und Lärm von außen. Dabei ist es zusätzlich möglich, die Frischluft zuvor durch einen Pollenfilter zu reinigen, so dass die Belastung durch Pollen und Allergene begrenzt wird. Eine Lüftungsanlage trägt auch zur Eindämmung der Vermehrung von Hausstaubmilben bei, denn immerhin gehören Milben zu den häufigsten Allergieauslösern im Innenraum. Durch die vielfältigen Möglichkeiten kann für jeden individuellen Bedarf eine maßgeschneiderte Lüftungslösung gefunden werden.
Anlagen mit Wärmerückgewinnung
Lüftung ist notwendig, aber stets mit einem Wärmeverlust verbunden, denn die Außenluft muss ins Gebäude nachströmen. Nur automatisch arbeitende Lüftungssysteme erzielen ein Optimum zwischen erforderlicher Frischluft und Minimierung des Wärmeverlustes. Wird die Energie der warmen Abluft genutzt, um die kühlere Frischluft vorzuwärmen (Wärmerückgewinnung), erreicht der Nutzer ein Maximum an Energieeinsparung, Lufthygiene und Komfort. Ein entscheidender Vorteil derartiger Anlagen ist die Nutzung der Abwärme im Abluftstrom, d. h., bis zu 90 % der Lüftungswärmeverluste können zurückgewonnen werden. Zur effektiven Wärmerückgewinnung dienen Plattenwärmetauscher, Flüssigkeitskreisläufe, Rotations- und Gegenstromwärmeübertrager sowie Abluftwärmepumpen. Anforderungen an moderne Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung sind die Sicherstellung des notwendigen Mindestluftwechsels, die effiziente Wärmeübertragung von mindestens 75 %, eine Elektroeffizienz von weniger als 0,45 Wh/m3, ein Abluft- und Frischluftfilter zur Sicherstellung der Hygiene, die Kondensatableitung, sowie Überströmöffnungen zwischen Zu- und Ablufträumen.
Besondere Anforderungen
Bei Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung kondensiert die Feuchte in der Abluft und schlägt sich als Kondenswasser nieder. Das Kondensat muss entsprechend abgeführt werden. Auch gilt es, die Wärmeübertrager vor Frost zu schützen. Der Wärmeübertrager kann durch unterschiedliche Vorerwärmer frostfrei gehalten werden, z.B. Sole- oder Lufterdwärmetauscher. Dadurch sinkt der Heizwärmebedarf und somit auch der Verbrauch an wertvollem Brennstoff. Erdreichwärmetauscher können die Luft im Sommer und Winter temperieren.
Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung / Feuchterückgewinnung
Bei den mechanischen Lüftungssystemen unterscheidet man zwischen dezentraler und zentraler Lüftung.
Dezentrales Lüften einzelner Räume
Dezentrale Lüftungsgeräte ermöglichen eine besonders flexible Handhabung der Belüftung. Hierzu sind pro Wohneinheit mehrere Geräte erforderlich, auf ein Luftverteilungssystem kann verzichtet werden.
Zentrale Abluftanlage
Die Abluft wird über einen zentralen Ventilator abgesaugt. Die kalte Zuluft strömt über Frischluftventile in der Außenwand nach. Dabei ist die Strömungsrichtung aus den Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern in die Feuchträume wie Küche, Bad und WC gerichtet. Die zugeführte Frischluft wird über vorhandene Heizsysteme erwärmt.
Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Zentrale Be- und Entlüftungsgeräte funktionieren mit einem Luftverteilsystem. Während ein Ventilator die Außenluft in das Gebäude einführt, saugt ein weiterer Ventilator die Abluft aus den Räumen ab. Über einen Wärmetauscher wird ein Großteil des Wärmeinhaltes der Abluft an die Zuluft übertragen. Bis zu 90 % der Wärme aus der Abluft können zurückgewonnen und zur Aufheizung der Zuluft genutzt werden. Dabei kann bis zu 50 % der Heizenergie eingespart werden.
Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Zentrale Be- und Entlu?ftungsgeräte funktionieren mit einem Luftverteilsystem. Während ein Ventilator die Außenluft in das Gebäude einfu?hrt, saugt ein weiterer Ventilator die Abluft aus den Räumen ab. Über einen Wärmetauscher wird ein Großteil des Wärmeinhaltes der Abluft an die Zuluft u?bertragen. Bis zu 90 % der Wärme aus der Abluft können zuru?ckgewonnen und zur Aufheizung der Zuluft genutzt werden. Dabei kann bis zu 50 % der Heizenergie eingespart werden.
Abluftanlage mit Brauchwasser-Wärmepumpe
Die Grundlage einer Abluftanlage mit Brauchwasser-Wärmepumpe bildet eine Lüftungsanlage, die mit einer Wärmepumpe für die Heizungs- und Warmwasserbereitung kombiniert ist. Bei einer zentralen Abluftanlage mit Brauchwasser-Wärmepumpe wird die Luft durch eine Wärmepumpe geleitet. Ein Kältemittel entzieht dem Abluftstrom Wärmeenergie und verdampft dabei. Danach wird das Kältemittel in einem Verdichter komprimiert und die gespeicherte Wärmeenergie an das Brauchwasser abgegeben.
Im Niedrigenergiehaus
In einem Niedrigenergiehaus ist der Wärmebedarf insgesamt geringer als bei einen Standardhaus. Im Herbst wird die Heizung später gestartet und im Frühjahr früher ausgeschaltet. Der Lüftung kommt bei Sanierung und Neubau eine große Bedeutung zu. Da die Gebäudehülle immer dichter wird, kann Feuchtigkeit nicht mehr natürlich entweichen. Entlüftungsanlagen sorgen hier nicht nur für einen ausreichenden Luftwechsel, sondern senken zudem den Energieverbrauch. Eine zentrale Lüftungsanlage, gekoppelt mit einer Wärmepumpe, ist in der Lage, den gesamten Wärmebedarf des Hauses decken.
Frühe Planung schont den Geldbeutel
Bauherren und Hauseigentümer sollten sich bei der Planung oder Modernisierung eines Gebäudes frühzeitig über moderne und zuverlässige Lüftungssysteme informieren, um Energiesparpotenziale optimal zu nutzen und die Kosten auf der Ausgabenseite zu minimieren.
Vorteile auf einen Blick
Neben hohen Energie- und Kosteneinsparungen können sich die Nutzer von Lüftungssystemen auch über mehr Komfort freuen: Die Anlagen bieten optimale Luftqualität und ein behagliches Raumklima bei gleichzeitig ausgezeichnetem Schallschutz. Ein weiterer Pluspunkt sind die umfassende Hygiene, Reduzierung von Schadstoffen und Schutz vor Pollen, Milben und Schimmelpilzbildung. Zudem wird durch fachgerechte Lüftung die Bausubstanz geschützt.












