Technik, die mitdenkt

Hinter heutigen Heizungen stecken intelligente Systeme, die das Leben sehr angenehm machen. So ist es in vielen Haushalten schon lange eine Selbstverständlichkeit, dass sich morgens die Badezimmerheizung automatisch vor dem Wecker einschaltet und man so bei angenehmer Raumtemperatur duschen kann. Die Temperatur im Wohnbereich kann so eingestellt werden, dass die persönliche Wohlfühltemperatur zum Feierabend schon erreicht ist. Und es versteht sich fast von selbst, dass die Heizung nachts auf dem Tiefpunkt steht – von allein.
Moderne Heizungen sind ohne eine intelligente Regelungstechnik nicht mehr denkbar: Diese basiert auf innovativer Mikroelektronik und sorgt für ein optimales Zusammenspiel aller Heizungs­komponenten – Heizkessel, Brenner, Heizungspumpen und Heizkörper inbegriffen. Sie sichert, dass die gewünschte Temperatur durch die Heizungsanlage erzielt wird. Auch wenn zwischen­durch das Fenster kurz geöffnet wird oder eisige Außentemperaturen eine höhere Gradzahl erfordern.
Die Technik ist so einfach zu bedienen und so energieeffizient wie nie zuvor. Dadurch, dass Verbraucher sehr zielgenau und bedarfs­orientiert in bestimmten Bereichen heizen können, hilft die Regelungstechnik nachhaltig dabei, Betriebskosten zu senken. Ein Display macht die Verbrauchswerte transparent, erfasst Betriebszustände und zeigt an, wenn eine Wartung nötig wird.
Bewohner können Korrekturen der eingestellten Programme unkompliziert ausführen – falls man es plötzlich wärmer wünscht oder weil sich draußen ein plötzlicher Kälteeinbruch abzeichnet. Sollte es einmal zu einer Störung kommen, so wird diese sofort über das Display angezeigt. Die Angaben helfen dem Heizungstechniker, die Ursachen ohne Umwege zu erkennen und schnellstmöglich zu beheben.

Wärme auf Knopfdruck

Heutige Heizsysteme bieten deutlich mehr als frühere Generationen: Mit ihnen kann die Warmwassererzeugung, die Heizleistung sowie die Lüftung zentral gesteuert werden.
Diese modernen Systeme erzeugen bei Bedarf nicht nur heißes Wasser zum Heizen, sondern erwärmen ebenfalls das Wasser für Küche und Bad.
Außerdem lassen sich diese Systeme bivalent, also mit zwei Energieträgern gleichzeitig betreiben. Vielfach kommen dabei erneuerbare Energien zum Einsatz – zum Beispiel die Solarthermie. Die Regelungstechnik koppelt die Energie der Solar-Anlage ins System ein. Wenn die Anlage durch schlechte Wetterverhältnisse nicht genügend Wärmeleistung erbringt, springt die Heizung ein – gesteuert von der Regelungstechnik im Hintergrund. Die Regelungstechnik übernimmt die Steuerung ganz unterschiedlicher Heizungssysteme – etwa auch von Mikro- oder Mini-Blockheizkraftwerken, die mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Die Regelungstechnik speist u.a. den überschüssigen Strom in das lokale Netz ein – was für Hausbesitzer insofern interessant sein dürfte, als dass sie ihren Stromüberschuss vergütet bekommen.

Ferngesteuerte Heizungsanlagen

Die heutige Regelungstechnik für Heizungssysteme bietet vielfältige Möglichkeiten, Wärme effizient zu erzeugen und einzusetzen. In Kombination mit moderner Kommunikationstechnik lassen sich ihre Potenziale jedoch erst vollständig ausschöpfen: So ist es bereits heute möglich, per Funk die Heizungsanlage im Keller vom Wohnzimmer aus zu steuern – mit einer Fernbe­dienung, wie man es seit Langem von Fernseher, DVD-Player oder der Stereoanlage gewohnt ist.
Zur Anlagendiagnose benötigt der Techniker nur noch ein Laptop. Und weil die Kommunikationstechnik Störungen, Ausfall oder andere Vorkommnisse automatisch an den Installateur über­mittelt, können Hausherren respektive -frauen dem Winter gelassen entgegensehen: Der Techniker erhält umgehend die nötigen Informationen, um von seinem Schreibtisch aus die Lage in den Griff zu bekommen. Durch einen Online-Zugriff kann er alle nötigen Schritte veranlassen. Auf diese Weise lassen sich unnötige Serviceeinsätze umgehen und die Verfügbarkeit der Anlage erhöhen – ohne Mehraufwand und Mehrkosten für den Betreiber.

Den Energieverbrauch effizient managen

Eine moderne Heizungsanlage kann heutzutage von einem zentralen Computer aus gesteuert werden, der alle Daten, Programme und Informationen verwaltet. Grundsätzlich ist ein
solcher „Bordcomputer“ intuitiv über einen Touchscreen zu bedienen. Hier können Bewohner Heizprofile für die einzelnen Räume erstellen, eine Grundtemperatur festlegen oder die Ventile der Heizkörper regeln. Sensoren erfassen die Umgebungsbedingungen, die das System auswertet und entsprechend umsetzt. Somit
ermöglicht die Regelungs- und Kommunikationstechnik ein Energiemanagement, das exakt auf die Bedürfnisse der Bewohner ausgerichtet ist.

Intelligente Regelungs- und Kommunikationstechnik